Die letzten Kommentare
-
Unseren beiden Platzierten herzlichen Glückwunsch. Ein schöner Erfolg für Euch…
2012-04-14 07:47:14
-
Ich muss mich leider als Natur-Banause outen, ich weiß noch…
2012-03-16 20:41:35
-
Das Buch hat eine Top-Qualität, selbst auf einem großen Monitor
2012-02-02 18:43:40
-
hei, was ist denn das für eine Spinne? Gibt es…
2012-01-22 18:46:15
-
Hallo Nicole und der Rest der Truppe. Konnte leider nicht…
2012-01-16 17:15:44
Archiv
Manchmal kommt man unverhofft zu schönen Bildern...
Mitte Juli sprach mich unsere Mit-Fotografin Claudia Böckelmann an, um das Angebot zu unterbreiten, bei einer Theater-Generalprobe in Paderborn zu fotografieren. Gespielt würde Molières „Der eingebildete Kranke". Dargeboten durch das Junge Amateur Theater Paderborn.
Na, das hörte sich ja nach einem großartigen Abend an... den ollen Schinken von Molière hatte ich zuletzt während meiner Schulzeit über mich ergehen lassen müssen. Das Ensemble versprach auch nicht grade einen kulturellen Hochgenuss. Jedenfalls konnte ich mir nicht vorstellen, vom „Jungen Amateur Theater Paderborn" einen kurzweiligen Auftritt geboten zu bekommen. Aber da Claudia, selbst seit etlichen Jahren Mitglied der Theatergruppe (als Visagistin, Requisiteurin und guter Geist hinter der Bühne), mit Feuer und Flamme von den fotografischen Möglichkeiten während der Generalprobe schwärmte, führte wohl kein Weg an der Fahrt nach Paderborn vorbei...
In der Kulturwerkstatt in Paderborn angekommen, wurden wir (Erika Egert; Frank Ottensmeyer; Heinz Schierenberg) kurz bekannt gemacht mit einigen Mitgliedern des Ensembles, kurz abgesprochen das ohne Blitzlicht fotografiert werden soll, es aber sonst keinerlei technische Beschränkungen für uns gibt.
Dann ging die Generalprobe auch schon los...
Ein einfaches, aber geschmackvolles Bühnenbild erwartete uns, alle Akteure waren liebevoll historisch (in selbst genähten Gewändern) gekleidet und z. T. mit Perücken kostümiert.
Und dann... nix mit jungem Amateur Theater, es erwarteten uns Akteure allererster Güte. Ein toll agierendes, engagiertes Team von Schauspielern in bester Spiellaune überraschte uns im positivsten Sinn!
Wir konnten schöne (und auch vom JATH PB verwendbare) Bilder machen.
3 Tage später, haben wir uns, mit nun schon 6 Mitgliedern des Foto-Treff, noch einmal das Stück (diesmal ohne Kamera vor der Nase) in Ruhe angesehen und einen tollen Theaterabend erlebt.
Das „Junge Amateur Theater Paderborn" spielt (soweit mir bekannt) mind. 1 Stück im Jahr, statfindend während des Libori in Paderborn. Am besten schon mal vormerken für nächstes Jahr!
Siehe auch http://www.jath-pb.de/
Lars Heinemeier
AKA Flieg - The Longest Day in Oerlinghausen
The longest Day - Früh aufstehen mit der Akaflieg
Segelflieger brauchen die Thermik, und für Thermik braucht man Sonne - das habe ich gerade gelernt - aber am "longest day" ist das anders. Da wird pünktlich zum Sonnenaufgang gestartet, auch wenn die Sonne noch nicht zwischen den Wolken hervorschaut.
Um 2.45 klingelt der Wecker und ich frage mich: "Warum hast du bloß zugesagt?". Ein schneller Blick aus dem Fenster. Im frühesten Morgenlicht ist ein Stück schwarzblauer Himmel zwischen den Wolken zu entdecken - und es regnet nicht. Also nix mit wieder ins Bett gehen. Um 4 Uhr sind wir pünktlich am Hangar, und nicht die Ersten. Die Flugzeuge sind schon draußen und werden startklar gemacht. Nach und nach treffen die anderen Teilnehmer ein, die vom Akaflieg und die vom Foto-Treff. Immerhin haben es mit Regina, Achim, Erika, Ralf und mir (und meinem Mann Joachim) fünf von uns so früh aus dem Bett geschafft, Lars nicht mitgerechnet, der zählt heute zur Akaflieg. Kaum haben wir die Fotoapparate ausgepackt, geht ein kräftiger Regenschauer nieder, trotzdem gelingen schöne Fotos vom dunkelblauen Morgenhimmel im Kontrast zum beleuchteten Hangar.
Szenenwechsel ist angesagt, der Startplatz ist auf der anderen Seite des Flugplatzes. Ralf entscheidet sich dafür, erst mal am Hangar und an der Winde zu bleiben, wir anderen fahren mit dem Auto auf der noch leeren Startbahn herüber, er kommt später zu Fuß nach.
Um 5 Uhr wäre Sonnenaufgang, bis dahin hat es zwar aufgehört zu regnen, aber von der Sonne ist noch nichts zu sehen. Pünktlich zu diesem sich im Verborgenen abspielenden Sonnenaufgang startet Jens als erster, nachdem die Flugzeuge ordentlich trocken gerieben sind. Wieder etwas, das ich heute lerne: ein trockenes Flugzeug fliegt besser.
Und kurze Zeit später hat Petrus ein Einsehen, die Wolkendecke reißt auf und die ersten Sonnenstrahlen ergeben schöne Motive.
Lars ist der erste von uns, der fliegt - und berichtet von einer wunderschönen Morgenstimmung mit Wolkenfetzen und Nebelschwaden über dem Teutoburger Wald.
Wir bekommen in den nächsten Stunden einen guten Einblick in den Ablauf des Segelfliegens, sehen die Startvorbereitungen, die Startfreigabe, den Start mit Hilfe der Winde, sehen dann die Segler über uns kreisen und bald später mehr oder weniger spektakulär wieder landen. So früh am Morgen ist noch kein anderer Verein an den weiteren Startplätzen und so können auch unübliche Manöver geflogen werden.
Wie eingangs erwähnt, fehlt noch die Thermik, also dauern die Flüge nicht lange. Aber für diejenigen von uns, die heute zum ersten Mal mitfliegen, ist es trotzdem ein faszinierendes Erlebnis.
Ich bin lange unschlüssig, ob ich es auch ausprobiere - aber so eine Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen, insbesondere, nachdem ich die ersten Fotos gesehen habe, die hierbei entstanden sind.
Also wage ich mich auch auf den Sitz hinter dem Piloten. Als erstes bekomme ich eingebläut: nichts anfassen und schon gar nicht dem Steuerhebel in die Quere kommen, der sich zwischen meinen Beinen befindet. Und in so einem Segelflieger ist nicht viel Platz, also muss ich erst mal schauen, wo ich Arme und Beine lasse.
Noch ein letztes Mal der Gedanke "auf was habe ich mich hier eingelassen" und schon zieht die Winde an und es geht vor- und steil aufwärts. Von Seilrissen oder anderen Abenteuern bleibt mein Start verschont und schnell sind wir auf der Höhe, auf die uns die Winde bringen kann. Jetzt kommt der Fotoapparat zum Einsatz, die große Glaskuppel bietet einen tollen Ausblick auf Stukenbrock und Oerlinghausen und die weitere Umgebung des Flugplatzes.
Für mich ist Segelfliegen die bisher unmittelbarste Erfahrung vom Fliegen. Noch nie habe ich mich so sehr in der Luft gefühlt, getragen, leicht durchgerüttelt und immer ganz nah dran am draußen. Und es gefällt mir außerordentlich gut, viel zu schnell nähern wir uns wieder der Landebahn und landen sicher und glatt auf dem Rasen - auch hier viel näher dran als in einem Urlaubsjet.
Nach 4 Stunden ist es Zeit für ein Frühstück, sehr gut organisiert von den Mitgliedern des Akaflieg.
Diesen gilt mein ganz herzlicher Dank im Namen aller Teilnehmer vom Foto-Treff. Wir sind außerordentlich nett aufgenommen worden, es wurde uns alles erklärt, was wir wissen wollten, sie hatten Geduld mit uns, obwohl wir ihnen vielleicht auch mal im Wege standen (zum Glück aber nie im Weg von startenden Fliegern - dafür hatten wir ja schließlich vorher eine Sicherheitsanweisung).
So hatten wir die Gelegenheit viele schöne, spannende und außergewöhnliche Fotos zu machen.
Ute Bartels
Der Longest Day fand statt am 18.Juni 2011
Die Internetseite des AKA Flieg: http://www.akaflieg-bielefeld.de/ und die Fotogalerie der Foto-Treff-Bielefeld Fotografen findet ihr hier!







