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Mai022011

Jedes Jahr am 1. Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, läßt man in Lügde, der Sitte der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der Dunkelheit 6 brennende massive Holzräder vom Osterberg ins Tal hinabrollen…

Soweit also zum Pressetext des ortsansässigen Dechenvereins (Ausrichter des Osterräderlaufs). In der Praxis könnte das tolle Bilder, auf alle Fälle aber eine fotografische Herausforderung bedeuten.

Aber warum allein in die Ferne schweifen? Über unseren Foto-Treff in die Runde gefragt, fanden sich auch bald noch 3 weitere Mitstreiter (eigentlich nur 2, meine Lebensgefährtin fotografiert selbst und ist meistens freiwillig mit von der Partie).

Ostersonntag ging es dann gegen 18 Uhr ab Bielefeld los Richtung Lügde, was wir laut Hochrechnung diverser Routenplaner und Navis gegen 19:30 Uhr erreichen sollten. Sehr zu unser aller Erstaunen waren wir gegen kurz vor 19 Uhr schon vor Ort und konnten wenig später Überlegungen anstellen, in welcher Form, und damit auch wo, wir fotografieren wollten. Doch vor die Bilder haben die Götter den Schweiß gesetzt, also ging es gut die Hälfte des Osterberges hoch. Der Zutritt zu unserem eigentlich angepeilten Standort wurde uns seitens der ortsansässigen Feuerwehr streitig gemacht. Nachdem wir kurz einige der Bombetten bewundern konnten, die am von uns angedachten Fotostandort nach dem eigentlichen Räderlauf als Feuerwerk gen Himmel geschickt werden sollten, haben wir uns freiwillig auf die andere Seite der Wiese getrollt…

Irgendwann fand dann auch jeder von uns einen halbwegs passablen Platz zum ablichten des Spektakels (zum Teil nach lebhafter Diskussion mit anderen Zuschauern).

Dank gebührt an dieser Stelle einigen verständigen Nichtfotografen aus dem Großraum Darmstadt, die uns anboten etwas dichter zusammenzurücken damit wir uns nicht gegenseitig mit Stativen und Kameras in Gehege kommen.

Das Näherkommen des Osterräderlaufes deuteten alle 15 Minuten stattfindende Kanonenschüsse an. Kurz nach 21 Uhr war es denn auch so weit, das große Osterfeuer am oberen Ende des Osterberges (Gipfel wäre etwas übertrieben) wurde entzündet.

Kurze Zeit später, nach Einbruch der Dunkelheit, wurde dann auch das erste der sechs mit Stroh gestopften Räder Richtung Tal angestoßen.

Spätestens an dieser Stelle wurde klar, wie möchte ich die restlichen Räder ablichten… einfrieren, lange Feuerschneise oder wie sonst? Wie stelle ich die Kamera überhaupt ein…

Nachdem die sechs Osterräder, auf zum Teil, spektakulären Wegen ins Tal gefunden haben, kam das große Abschluss-Feuerwerk.

Die Bilder zur Exkursion sprechen hoffentlich eine eigene Sprache und den einen oder anderen an!

Insgesamt hatten wir viel Spaß und einige tolle Bilder!

Vielen Dank an Andrea, Maria und Erika für die Fotos

Lars


Links zur Veranstaltung:

www.osterraederlauf.de

YouTube Feuerräder

Autor: Lars Heinemeier